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Design - PANTHER

Rationale:

Die dosisintensive Therapie in dem experimentellen Studienarm beinhaltet eine auf die Patientin zugeschnittene, intravenös verabreichte Chemotherapie mit Epirubicin und Cyclophosphamide über 4 Zyklen in zweiwöchigem Abstand (dtEC).

Nach Zyklusende folgt eine Pause, bevor der zweite Teil des Behandlungsarms A verabreicht wird. Hier wird ebenfalls dosisangepasst Docetaxel über 4 Zyklen in zweiwöchigem Abstand gegeben (dtT). Dosisangepasst bzw. auf die Patientin zugeschnittene Chemotherapie bedeutet, dass die Dosierung der Medikation an den Grad der hämatologischen Toxizität angepasst wird. Der Grad der hämatologischen Toxizität (Neutropenie, Thrombopenie) wird mit Hilfe von Blutproben bestimmt. Relevante Parameter sind Anzahl der Leukozyten und Thrombozyten, die bei jedem Zyklus des Arms A an den Tagen 1, 8 und 11 oder 12 bestimmt werden.

Im Behandlungsarm B werden die Patientinnen mit einer Standard-Chemotherapie ohne Anpassung an individuelle Laborwerte behandelt. Drei Zyklen Fluorouracil, Epirubicin und Cyclophosphamid (FEC) werden intravenös in einem dreiwöchigen Abstand verabreicht. Die Behandlung wird mit 3 Zyklen Docetaxel in einem dreiwöchigen Abstand fortgesetzt (T). An den Tagen 1, 8, 11 oder 12 und 14 oder 15 eines jeden Zyklus werden Blutproben entnommen.

Zielkriterien

Primäre Zielvariable

  • Vergleich des rezidivfreien Überlebens

Sekundäre Zielvariablen

  • Vergleich des Gesamtüberleben (OS - overall survival)
  • Vergleich des fernmetatasenfreien Überleben (DDFS - distant disease free survival)
  • Vergleich des event free survival (EFS)
  • Quality-of-Life Erhebungsbogens zur Beurteilung der Entwicklung der Lebensqualität der Patientinnen
  • Identifizierung von tumorbiologischen Faktoren und genetischen Polymorphismen durch Gewebe- und Blutprobenentnahme, die in Korrelation mit dem Behandlungsergebnis stehen


Teilnahmekriterien

Einschlußkriterien

  1. Histologisch gesichertes primäres invasives Mammakarzinom mit mindestens 5 (empfohlenen 10) entfernten axillären Lymphknoten. Zwischen der Lymphknoten-Entfernung und Registrierung müssen weniger als 60 Tage liegen. Ein separater Paraffin-Block des Primärtumors oder wenn möglich im flüssigen Stickstoff eingefrorenes Tumormaterial und drei Blutproben sollen für weitere Untersuchungen verfügbar sein (außer die Patientin stimmt der Biomaterialsammlung nicht zu).
  2. Hormonrezeptor und HER-2 negative oder positive Tumore mit einem oder mehreren positiven axillären Lymphknoten (>0,2 mm).
  3. Makroskopisch und mikroskopische tumorfreie Ränder nach der Primäroperation.
  4. Keine belegbaren Fernmetastasen (M0; negatives Lungenröntgen, Knochenszintigraphie im Falle von klinischen Hinweisen auf Skelettmetastasen oder erhöhte ALP-Werte) mit normalem Röntgen von Hot Spots, Leberfunktionstest und Bluttest. Im Falle von abnormalen Werten muss ein CT oder ein Ultraschall der Leber durchgeführt werden. Wenn mit diesen Methoden keine Metastasen nachgewiesen werden, kann die Patientin in die Studie eingeschlossen werden.
  5. Alter: 18-65.
  6. Ambulante Patientinnen (ECOG ≤ 1).
  7. Keine kardiovaskulären Erkrankungen im Sinne von NYHA I oder II.
  8. Signierte Patienteninformation/Einwilligungserklärung.
  9. Negativer Schwangerschaftstest innerhalb von 7 Tagen vor Randomisierung bei allen Frauen im gebärfähigen Alter.
  10. Primäres Mammakarzinom bei Patientinnen, die unter 35 und für eine adjuvante Chemotherapie vorgesehen sind (unabhängig von Rezeptor-, Her-2-neu- und Nodalstatus, d. h. auch ohne axillären Lymphknotenbefall).

Ausschlußkriterien

  1. Frühere neoadjuvante Chemo- oder Hormontherapie.
  2. Inkomplette Primäroperation (R1-Resektion oder axilläre Lymphonodektomie).
  3. Nachweis von Metastasen.
  4. Schwangerschaft oder Stillzeit
  5. Ernsthafte medizinische Begleiterkrankungen.
  6. Frühere oder gleichzeitige Tumorerkrankung.Ausnahmen: Basal-Zellkarzinome und/oder Plattenzellkarzinome in situ der Haut oder der Cervix; Patientinnen mit früherem Brustkrebs in der anderen Brust ohne loko-regionäre Strahlentherapie, ohne objektive Hinweise auf ein Rezidiv, wobei seit der Diagnose ≥ 5 Jahre vergangen sein müssen.
  7. Leber- und Niereninsuffienz.
  8. Bekannte Überempfindlichkeit gegenüber Medikamenten mit dem Inhaltsstoff Polysorbat 80.
  9. Periphere sensorische Neuropathie (CTC ≥ 2).
  10. Nodal-negative Patienten über 35 Jahre.